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Abschied von der Krippe und Neuanfang im Kindergarten

Am Montag war er da. Der letzte Tag in der Krippe. Nach zwei Jahren Kinderkrippe heißt es für Nicolas Abschied nehmen. Morgens war er schon so traurig, dass er gar nicht los wollte. Als wir ihn abholten waren wir froh, dass auch Linda und Leonie ihren letzten Tag hatten und so der Abschiedsschmerz ein wenig verteilt war. Die Tränen konnten wir und dennoch nur gerade so verkneifen. Wir haben sogar noch Abschiedsgeschenke von den Erzieherinnen bekommen, unter anderem eine schöne, große Sonnenblume. Die werden wir im Garten eingraben, damit Nicolas ein kleines Andenken an Andrea, Nadine und Kristina hat. Zu Hause habe ich Nicolas gefühlte 780 Mal die Geschichte von der verlorenen Mütze (dokumentiert in seinem Portfolio) vorgelesen. Die von den Sommersprossen, die sich nicht wegwaschen lassen rund 320 Mal. Wir haben uns sehr über die Portfoliomappe gefreut. Diese ist nicht nur eine schöne Erinnerung, sondern wirklich interessant und aussagekräftig. Sie enthält Interviews und Selbstportraits sowie Geschichten und Projekte aus einer Perspektive, die wir Eltern nur selten einnehmen.
Wir werden unser Krippenteam jedenfalls vermissen und sind froh, dass wir für unsere Sara bereits einen Platz bekommen haben, so dass wir bald wieder mit von der Partie sein dürfen.
Ein Glück hat Nicolas sich trotzdem auf den Kindergarten gefreut und der erste Tag – also die erste Stunde – ist gut verlaufen. Als Sara und ich ihn ablieferten hat er sich gleich von uns verabschiedet und hat seine Brotbox rausgeholt. Die Erzieherinnen erzählten mir, dass er seine ganze Brotbox (das wichtigste am Kindergarten) leer gegessen hat – und das obwohl er zu Hause gerade gefrühstückt hatte. Als Sara und ich ihn abholten versuchte er durch die Hintertür zum Garten wieder rein zu kommen und ein kleines Mädchen hat ihm dabei durch die Gitterstäbe der Tür Tipps gegeben. Irgendwann haben sie dann aufgegeben und wir konnte nach Hause. Dort erzählte er dann nur, dass er beim Frühstück nicht neben Janku sitzen durfte und dass er die Toilette nicht gefunden habe.
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Brotbox ist verpackt und Blinkschuhe an
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Abmarsch zum Kindergarten mit Sara, 1 Woche alt

Ich darf nicht schlafen

Heute fing Nicolas beim Mittagessen in der Krippe an zu weinen. Als Nadine fragt warum, antwortet er “von Dir” und weil er nicht mit den anderen Mittagsschlaf machen durfte. Ich hatte ihm morgens gesagt, dass er heute keinen Mittagsschlaf machen kann, weil wir zur Kinderärztin zur Kindergartenuntersuchung (“zum TÜV” O-Ton Michael) müssen.

Julians letzter Tag

Heute war Julians letzter Tag in der Krippe. Nicolas und Julian haben sich mehrmals fest und lange umarmt und Nicolas ist noch drei mal zurück in die Krippe gerannt, weil er “Julian noch was sagen” wollte. Mensch war das traurig. Sogar Erzieherin Nadine ist extra zum Abschied aus dem Urlaub in die Krippe gekommen.

Baggersee

Endlich weiß Nicolas warum der Baggersee Baggersee heißt. Dort stand nämlich ein Sitzbagger im Sand am Ufer. Zwei Jungen haben sich gestritten, wer denn gerade baggern darf. Der “Sieger”, der dann baggerte trug einen Bademantel. Schon raste Nicolas los um seinen BAdemantel zu holen. Denn ist doch klar: Mit BAdemantel darf man baggern. Tatsächlich sind die beiden Jungs ins Wasser gegangen und Nicolas hat rund 30 Minuten gebaggert – unterbrochen nur von anderen Kindern, die auch mal wollten.

Aus dem Baggersee hat Nicolas einen Marienkäfer gerettet. Diesen haben wir dann noch sehr, sehr lange dabei beobachtet wie er sich trocknete und eigentich sollte er mit nach Hause. Er ist dann aber doch entwischt.

Auf dem Weg nach Hause hat Nicolas eine Banane gegessen und als ich ihn in der Krippe abgeholt habe, hat er eine Pflaume gemampft. Beides habe ich mit eigenen Augen gesegen. Mittags hat er Käsespätzle gegessen.

Übrigens muss seine neue Trompete nun überall mit hin. Sie war heute in der Krippe und am Baggersee und schläft jetzt auch in seinem Bett. Am Sonnabend auf dem Flohmarkt hatte ein Mädchen eine Trompete erstanden und damit ohrenbetäubend trompetet. Nicolas war hingerissen und hat alles versucht. Das Mädchen fragte aber nur ob er denn schon vier Jahre alt sei – und damit war die Sache erledigt: Er durfte nicht trompeten. Nun hatten wir den Salat: Nicolas wollte unbedingt eine Trompete und der Flohmarkt war so gut wie zu Ende. Und wo hätten wir nur genau suchen sollen…..ein Glück gibt es ebay und am Mittwoch war die Trompete da. Dieses Exemplar ist auch lange nicht so schrecklich laut wie die vom Flohmarkt.
fridolin

Trompete auf dem Weg zum Baggersee (hinten Fridolin – “Achtung der beißt”)

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Cruise mit der Trompete

Ein männlicher Erzieher in der Krippe

Montag und Dienstag war Michael als Vertretungskraft in der Krippe. Ich finde es toll, dass es die Männer, die diesen wichtigen Beruf ergreifen wirklich gibt und nicht nur in den Statistiken….
Ich kenne jetzt schon 2 (3 – sorry Harry) männliche Erzieher: Michael aus unserer Krippe und Gernot aus dem Bürgerpark Kindergarten. Wie sieht es denn in den anderen Einrichtungen aus?

Jedenfalls war Nicolas sehr begeistert von Michael (auch wenn er ihn zwischendurch immer Malte genannt hat). Er hat von ihm zaubern gelernt und hat irgendwas von Baum klettern erzählt.

haute cuisine

Könisberger Klopse mit Kartoffeln
Pflaumen
normales Brot (kein Zwieback) mit Kräuterkäse
Conflakes und Haferflocken mit Milch

Wir sind überwältigtund können es kaum glauben: Nicolas fängt wirklich an zu essen mit Fleisch und allem drum und dran. Ich habe heute in der Krippe die Beweisfotos gesehen. Wir müssen jetzt also Königsberger Klopse kochen lernen….